VR-Bank Aalen berichtet über erfolgreich verlaufenes Geschäftsjahr 2015

Die VR-Bank Aalen hat auch 2015, ihrem 148. Geschäftsjahr, gut gewirtschaftet und freut sich über eine erfolgreiche, stabile Entwicklung. Über dieses arbeits- und ereignisreiche Jahr und über die Planungen in der Zukunft, insbesondere die vorgesehene Fusion mit der Volksbank Schwäbisch Gmünd zur VR-Bank Ostalb, berichteten Vorstand und Aufsichtsrat der VR-Bank Aalen bei deren ordentlichen Vertreterversammlung am Montagabend in der voll besetzten Stadthalle. Die VR-Bank konnte auch im Jahr 2015 ihr Kundengeschäft erfolgreich weiter auszubauen und die Vorstände präsentierten gute Zahlen.

Auch der termingerechte Fortschritt des neuen Bankgebäudes „Hauptstelle Aalen“ wurde vorgestellt und Vorstandssprecher Weber informierte anschaulich über die geplante Verschmelzung zur VR-Bank Ostalb.

Der Aufsichtsratsvorsitzende Claus Albrecht eröffnete – nach beschwingter Einstimmungsmusik der Bigband des Kopernikus-Gymnasiums Aalen – die ordentliche Vertreterversammlung und konnte über 550 Vertreter und Gäste begrüßen. Grußworte sprachen Oberbürgermeister Thilo Rentschler, Landrat Klaus Pavel und Wirtschaftsprüfer Kai-Uwe Dienstdorf vom Bad.-Württ. Genossenschaftsverband, Prüfungsgruppenleiter.

Oberbürgermeister Rentschler sprach drei Punkte an: den Zustand unserer Volkswirtschaft. Die aktuelle Zinspolitik bezeichnete er als einen Generalangriff auf regional tätige Banken. Seine zweite Bemerkung galt der geplanten Fusion zur VR-Bank Ostalb, der er die Daumen drückt. Und zum dritten dankte er für das hohe Engagement unserer Bank und für die große bauliche Investition in der „Boomtown“ Aalen.

Landrat Pavel beglückwünschte uns zum schönen Ergebnis, dankte auch für unsere starke Förderung und nannte es „klug“, Gemeinsamkeiten mit der Volksbank Schwäbisch Gmünd zu prüfen. Denn die Ostalb müsse alles, was sie könne, regional umsetzen.

Wirtschaftsprüfer Dienstdorf redete über die Entwicklung des Modells „Genossenschaften“. Er bestätigte die solide, stabile Weiterentwicklung der VR-Bank und begrüßte den geplanten Zusammenschluss, um gemeinsam mit der Volksbank Schwäbisch Gmünd die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. Denn angesichts der niedrigen Zinsen werden in den nächsten Jahren die Erträge bei den Banken deutlich zurückgehen, orakelte er.

Vorstandssprecher Hans-Peter Weber und sein Vorstandskollege Kurt Abele informierten ausführlich über die erfreuliche Entwicklung der VR-Bank Aalen im Geschäftsjahr 2015 und über Aktuelles. Weber ging in seinem Vortrag auf das wirtschaftliche Umfeld ein, insbesondere die Niedrigzins-, Nullzins- und Minuszinsphase mit historisch niedrigem Zinsniveau ein. Verärgert äußerte er sich über die Zinspolitik der EZB, die auch gravierende Folgen für die Sparer und Altersvorsorgesystem mit sich bringe. Der VR- Bank Aalen beschere die Nullzinspolitik im Jahr 2020 einen Ertragsausfall von ca. 6 Mio. Euro – pro Jahr! -. Auch die zunehmende Regulatorik ist ihm ein Dorn im Auge. Denn dadurch Ertragsdruck und Regulierung nannte er neben sich bietenden Marktchancen als Gründe dafür, dass man sich mit der Volksbank Schwäbisch Gmünd zur VR-Bank Ostalb zusammenschließen wolle. Ausführlich ging er auf die Nutzen des Zusammenschlusses für deren Mitglieder, Kunden und Mitarbeiter ein. Mehr darüber wolle man den Vertretern und Mitarbeitern in separaten Informationsveranstaltungen im Herbst sagen.

Trotz der erwähnten Herausforderungen zeigt die VR-Bank Aalen nach wie vor großes Engagement, wenn es um die Förderung von Ehrenamt, Sport und Kultur in der Region geht. Über 350.000 Euro sind im Jahr 2015 gespendet worden. Die Region profitiere in hohem Maße von der VR-Bank, denn diese trage als Arbeitgeber, Auftraggeber und guter Steuerzahler mit zur regionalen Wertschöpfung bei.

Weber stellte die schöne Entwicklung der Geschäftszahlen im vergangenen Jahr und insbesondere die Mitgliederentwicklung vor: über 37.500 Menschen aus der Region setzen Vertrauen in die VR-Bank Aalen und sind deren Eigentümer und Fundament.

Das Vermittlungsgeschäft war auch 2015 erfolgreich: 76 Mio. Euro vermittelte Bausparsumme, 21 Mio. Euro Versicherungssumme von Personenversicherungen, vorrangig zur Altersvorsorge, und ein Wertpapierumsatz von 80 Mio. Euro belegen dies deutlich. Ebenso hat sich die gemeinsam mit der VR-Bank Ellwangen betriebene VR-OstalbImmobilien GmbH hervorragend entwickelt und in der Region positioniert.

Alles in allem war 2015 ein erfolgreiches Jahr für die Bank.

Vorstandsmitglied Kurt Abele erläuterte in seinem Bericht die Geschäftsentwicklung. Die Bilanzsumme betrage 1,101 Milliarden Euro und ist damit nahezu unverändert. Der Zinsüberschuss war bedingt durch das Niedrigzinsniveau leicht rückläufig und der Provisionsüberschuss hat sich dank des erfreulich verlaufenen Dienstleistungsgeschäftes auf 9,5 Mio. Euro erhöht. Insgesamt konnte das Ergebnis auf 10,1 Mio. Euro gesteigert werden.

Abele erläuterte die vorgesehene Gewinnverwendung. Auch für 2015 schlage man eine Dividende auf die Geschäftsguthaben in Höhe von 3,5 Prozent vor, was einer Summe von 1,2 Mio. Euro entspricht.

Vorstandsmitglied Abele schloss seinen Bericht mit einem Dank an alle Mitglieder und Kunden, alle Mitarbeiter, Aufsichtsräte und Kundenbeiräte sowie Geschäftspartner für das Vertrauen und die gute Arbeit.

Vorstand und Aufsichtsrat sind einstimmig entlastet worden und die Vertreter genehmigten eine Dividendenausschüttung in Höhe von 3,5 Prozent. Drei Aufsichtsratsmitglieder sind aufgrund ihrer Amtszeit ausgeschieden. Die Wahlen zum Aufsichtsrat führte Vorstandsmitglied Ralf Baumbusch durch. Die Aufsichtsratsmitglieder Thomas Rembold, Joachim Schubert und Jürgen Vetter stellten sich zur Wahl in den Aufsichtsrat für weitere drei Jahre zur Verfügung und wurden jeweils einstimmig wiedergewählt.

Den sehr positiv ausgefallenen Prüfungsbericht des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbandes erstattete der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Arno BruckerSteffen Hacht. Einstimmig entlastet wurden Vorstand und Aufsichtsrat von Silke Kiesewetter, Mitglied des Kundenbeirates der Bank und Vertreterin.

Eine vorgesehene Satzungsänderung - angepasst an die Satzung der Volksbank Schwäbisch Gmünd -, dass in Ausnahmen auch über 65-jährige in den Aufsichtsrat gewählt werden können – im Hinblick auf das Ausscheiden des Aufsichtsratsvorsitzenden Claus Albrecht im nächsten Jahr - wurde von den Vertretern nach kurzer Diskussion mehrheitlich befürwortet.

Bildergalerie von der Vertreterversammlung