Verleihung 11. Kunstpreis in der Galerie im Rathaus Aalen an Peter Riek und Verleihung des 1. Inklusionspreises

Verleihung des 11. Kunstpreises der VR-Bank Aalen und des 1. Inklusionspreises der VR-Bank Aalen gemeinsam mit der Stadt Aalen anlässlich der Ausstellungen „Aufzeichnung“ sowie „Kunst von besonderen Menschen“.

Die Galerie im Rathaus Aalen war sehr gut gefüllt als der Vorstandssprecher der VR-Bank Aalen Hans-Peter Weber den mit 4.000 Euro dotierten 11. Kunstpreis am Sonntagvormittag, 10. Mai, an den Zeichner Peter Riek, Heilbronn, übergab. Zudem verlieh er gemeinsam mit dem Oberbürgermeister der Stadt Aalen Thilo Rentschler den 1. Inklusionspreis an die Kreative Werkstatt der Diakonie Stetten sowie an die Jagsttalschule Westhausen, jeweils dotiert mit 2.000 Euro. Dieser Inklusionspreis wird zukünftig im zweijährigen Turnus vergeben.

Es war eine neue, ungewöhnliche Kombination von Preisträgern. Mit Peter Riek hat die VR-Bank Aalen einen Künstler ausgezeichnet, der bereits einen Namen hat und dessen Werke sowohl Gefühle als auch real Erlebbares abbilden, wie Peter Riek im Künstlergespräch mit Barbara Auer, der Direktorin des Kunstvereins Ludwigshafen, anschaulich erläuterte. Statt eine Laudatio zu halten stellte sie dem Künstler Fragen zu seiner Arbeit.

Die Künstler aus Stetten, Erwachsene mit Handicap, schaffen seit fast 50 Jahren Kunst. Der Leiter der Kreativen Werkstatt Thomas Grabert aus Waiblingen stellte jeden der sechs Künstler vor, darunter Künstler, die seit mehr als 30 Jahren kreativ arbeiten. Vorstandsmitglied Heiderose Maaß der Diakonie Stetten in Waiblingen ging in ihrem Grußwort auf die Arbeit der Diakonie Stetten ein.

Die Schüler der Jagsttalschule Westhausen, einer Schule für Geistigbehinderte, überraschten mit drei Kunstprojekten zu den Themen Stein und Holz, Malen und Weiden flechten und ermöglichten sinnhaftes Erleben von Natur-Materialien durch Riechen, Sehen und Fühlen. Es sind Kinder im Alter zwischen 9 und 12 Jahren mit geistiger Behinderung unterschiedlichsten Grades.

„Kunst fängt an, wo die Sprache aufhört“, so Laudatorin und Kunstpreis-Jurymitglied Dr. Sabine Heilig. Sie zeige, dass Kunst stärker sei als intellektuelle Grenzen und Berührungsängste abbauen können. Dr. Sabine Heilig meinte, dass die erstmalige Vergabe des Inklusionspreises zeige, dass man auch im Ostalbkreis in Sachen Kunst und Inklusion ein Stück weitergekommen ist.

VR-Bank-Vorstandssprecher Hans-Peter Weber ging bei seiner Einführung auf die Bedeutung des Kunstpreises ein und betonte, dass die VR-Bank kulturelles Engagement, das weit über das Bankgeschehen hinaus gehe, sehr gerne fördere. "Wir wollen mit dieser jährlichen Preisvergabe zum lebhaften kulturellen Leben in unserer Stadt Aalen beitragen". Als Symbol für den Kunstpreis verlieh er Peter Riek den „Schwarzen Raben“, einen eisernen Abguss eines Raben, den der schwäbische Impressionist und Eisenbahnmaler Hermann Pleuer gemalt hat.

Als Symbol für den 1. Inklusionspreis verlieh er gemeinsam mit Oberbürgermeister Thilo Rentschler eine Glasplatte mit einem Aufdruck des Pleuer-Rabens.

Sanftes Picking von Roman Spileks Gitarre und die weiche Stimme von Philipp Haas rundeten die gelungene Vernissage ab.